Typen? Type! Was es mit den „Mehltypen“ auf sich hat.

Oft kursiert der Irrglaube, dass es sich bei der Mehltype um eine Körnung handelt. Je höher die Zahl desto gröber ist das Mehl vermahlen… das ist falsch!

Bei jedem (vollständigen) Verbrennungsvorgang bleibt Kohlenstoff (= Asche) als letztes und einziges Element übrig. Kurz gesagt: Die Zahl der Mehltype zeigt auf wie viel Asche zurückbleibt. Verbrennt man 100 g Mehl für 2 Stunden bei 900 Grad Celsius, in einem sogenannten „Muffelofen“ und es bleiben 640 bis 900 mg Asche übrig hat man ein Mehl der Type 812.

Nimmt der Müller hauptsächlich das Innere des Kornes, den Mehlkörper, erhält man ein sehr helles und nähstoffarmes Mehl mit wenig Aschegehalt = niedrige Typenzahl. Je mehr vom ganzen Korn vermahlen wird und in der Mehltüte landet umso mehr Nährstoffe, Ballaststoffe, respektive Aschegehalt hat das Mehl.

Das ganze Spiel endet beim Vollkorn. Wenn das komplette Getreidekorn, also Mehlkörper Schale + Keimling vermahlen werden, erhält man ein Vollkornmehl mit maximaler Menge an Mineralstoffen. Wenngleich beim Vollkornmehl keine Typenzahl mehr angegeben wird, so kann man doch von einer Type von ca. 1800 ausgehen.

Welche Typen es nach DIN-Norm gibt, welche darüber hinaus angeboten werden und wie es mit den Typen in anderen Ländern aussieht: das erfahrt ihr kommenden Sonntag, HIER.

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